Donnerstag, 20. Februar 2014

The Sailing Bassman - Trailer


Ein Mann 

Zwei Leidenschaften 

Drei Botschaften

Trailer

Segeln ist kein Luxus


Segeln und Rockn'Roll...das passt für manche wahrscheinlich erst einmal nicht zusammen. Vor fünf Jahren habe ich beim Urlaub in der Türkei einem einsamen Segelboot auf dem blauen, in der Sonne glitzerndem Meer bei der Überfahrt nach Griechenland zugesehen. Hierbei hat sich irgendwie ein Schalter in meinem Kopf umgelegt, der mir dann gegen alle Logik gesagt hat: Das machst du auch!! 
Ich hatte damals noch das durch die Werbung geprägte Bild vom Segeln als Luxussport vor Augen, und war mir sicher, mir so etwas als Musiker niemals leisten zu können. Aber nach dem bekannten Motto: Jede Reise beginnt mir dem ersten Schritt, habe ich zunächst einmal die nötigen Segel- und Funkscheine gemacht und bin die dafür notwendigen Seemeilen auf fremden Booten mitgesegelt um die Szene kennenzulernen. 
Ein Jahr später habe ich mir bei ebay bereits mein erstes Boot ersteigert. Der Markt für Gebrauchtboote ist zur Zeit aktuell eingebrochen und es gibt gute, große und seetüchtige Schiffe für deutlich unter 10.000.- Euro. Übrigens: die Fahrt von der Türkei nach Griechenland habe ich in diesem Sommer auf einem Charterschiff mit 3 Freunden gemacht!! 

Segeln ist Freiheit


Gemeinsam mit dem Wunsch ein eigenes Boot zu besitzen stand immer der Traum von einer monate-, wenn nicht jahrelangen Seereise und ich habe hier schon sehr früh die unterschiedlichsten Pläne gemacht. Am 6. Mai 2014 wird es nun endlich für 6 Monate auf die Ostsee in die schwedische und finnische Schärenlandschaft gehen. Man hat auf seinem Schiff ja von Bett bis Küche alles dabei, den Antrieb liefert der Wind und das Ankern oder Festmachen auf den Schäreninseln kostet nichts. Ich kann also fast überall machen was ich will, ohne Eintritt zu bezahlen und ohne um Erlaubnis zu fragen. 

Segeln ist Rock'nRoll


Als leidenschaftlicher Bassist kann ich ohne Musik nicht leben. Ich werde daher natürlich Unmengen an Songs mit auf die Reise nehmen, aber auch viel Musik an Bord in einem kleinen Studio selbst produzieren und befreundete Musiker zu Besuch haben, mit denen ich spielen und aufnehmen möchte. Ich habe schon einige Tracks produziert um meine Videos mit Musik zu unterlegen, mache also den gesamten Soundtrack meiner Reise selbst. Die Entstehung der Songs werde ich natürlich auch auf Video dokumentieren und  veröffentlichen.
Ich suche noch nach einem Weg meinen Kontrabass irgendwie mit in die Enge an Bord zu bekommen oder einfach an den Mast zu binden damit ich Abends nach nem Segeltag, dann auf einer Schäreninsel einfach mal losrocken kann.

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Ich werde regelmässig mit vielen Videos von meiner Reise berichten, will aber auch unbedingt von den Vorbereitungen dazu erzählen. Denn von der Idee bis zur Umsetzung ist es ein sehr langer Weg gewesen, und ich habe auch oft daran gezweifelt; aber am Ende passte dann alles doch fast von alleine zusammen.  Ich denke daher, das der Weg bis zur Abreise für viele genauso spannend sein kann, wie der eigentliche Trip.  
Ich könnte mich ja darüber freuen, das das Segeln gemessen an Trendsportarten wie Kiten, StandUp Paddling und so weiter  noch relativ unpopulär ist und so viel Platz auf dem Wasser für mich bleibt. Doch ich bin es langsam satt, in den meisten Häfen nur Langweiler auf ihren großen Schicki-Micki Yachten zu treffen, die statt zu segeln ihr Boot lieber als Wochenendhaus missbrauchen. Ich träume von rockn'rolligen Häfen mit Livemusik, einer Szene von Gleichgesinnten, mit denen man sich gerne trifft  oder auch einfach nur mal funktionierende Segelklamotten, die cool aussehen.
Und da ich nicht nur darauf warten will, bis das mal jemand anderes anpackt, probiere ich eben selber etwas zu verändern und hoffe dabei natürlich auf Unterstützung von Leuten, denen es genauso geht wie mir....



Geht doch :-)


Mittwoch, 12. Februar 2014

Sonntag, 9. Februar 2014

Das unglaubliche Potential des Noch-Nicht-Kennens

Als ich mein erstes Boot in Holland gekauft habe,


aufgeregt und stolz wie Bolle, habe ich mich am Steg mit nem (noch) älteren Segler unterhalten. Der sagte mir, er bräuchte ein neues Hobby, da er zwar jedes Wochenende zu seinem Boot käme, häufig aber nicht mehr wüsste, ob er überhaupt ablegen soll und wohin es sich zu noch zu fahren lohnt. Dann kamen ein paar Storys von Überführungen in der Biskaya, Mittelmeer etc. Genau da habe ich gemerkt, was es für ein Privileg ist, das alles noch vor mir zu haben. Das unglaubliche Potential des Noch-Nicht-Kennens!!

Ich bin ja schon ewig auf dem Motorrad unterwegs; Schweden, Norwegen, Frankreich, Italien, Griechenland, Türkei. Früher bin ich einfach losgehfahren und alles war super, doch später kannte ich schon alle Anfahrten und um was Neues zu sehen, musste ich auch gleich ein paar Tage mehr unterwegs sein. Alle Handgriffe waren vertraut, fühlte sich immer irgendwie gleich an. Die letzte große Tour ging dann von Hamburg nach Izmir und zurück, war auch alles toll, aber irgendwie kein großes Abenteuer mehr ....und nun?


Eine neue Art zu Reisen musste, unbekannte Flecken direkt vor der Haustür, Abenteuer auf der Elbe, genial...Alles muss neu gelernt werden, und ich liebe jeden Hafen, in dem ich noch nicht war!!! Vorm Einlaufen der Blick auf die Karte, dann ins Hafenhandbuch, dann einen Plan A und B und C machen und dann ab dafür. Und ich segel ja am liebsten im Dunkeln und alleine, da ist es dann noch spannender...



http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/be/Flensburger_Hafen_bei_Nacht.jpg


Beim nächsten Mal kennt man dann schon die besten Plätze, die Ansteuerungen und es ist nicht mehr dasselbe. Von daher bin ich extrem glücklich über die vielen ERSTEN Häfen, die jetzt auf mich warten und darüber das alles noch NICHT zu kennen. Ein schöner Gedanke!!