Donnerstag, 14. April 2016

Motor Spezial - Defekte zum Ausflippen


Die heutige Folge ist eigentlich nur etwas für Motorenverrückte und Experten. Wenn der Motor nicht läuft, gehen die guten Ratschläge eigentlich immer nur in Richtung Zündkerze oder Vergaser. Oder besser gleich in die Werkstatt. Ich beschreibe hier einmal drei Defekte (Zwei am Motorrad, einer am Bootsdiesel), die es in sich hatten und wirklich schwer zu finden waren. Die Lösungen der Probleme stehen weiter unten...

Defekt Nummer 3: Bootsdiesel. Der Motorölstand steigt langsam, aber sicher. Abgelesen am Peilstab. Nach 4 Wochen steht er schon auffällig über dem Maximum. Ich sauge etwas Öl ab. Der Stand ist wieder normal, steigt aber in den nächsten Tagen wieder an. Der Diesel läuft dabei täglich 1-2 Stunden. Weiterhin gibt es einen auffälligen Ölverlust in die Motorbilge. Das Öl riecht normal, ist nicht schwarz und vor allem auch nicht milchig (was auf Wasser hindeuten könnte). Die Lösung? Steht unten...


Defekt Nummer 2: Benzinmotor springt gut an und läuft rund. Man kann ca. 100 Meter fahren, dann dreht er nicht mehr hoch, sondern stottert ab ca. 2000 U/min. Sprit ist da, Kerzen sind gut. Hinweis: Wenn man auf die Bremse tritt dreht der Motor normal hoch. Mit leicht getretener Bremse kann man so auch fahren. Und nach ca.5 Minuten dann auch ohne Fuss auf der Bremse. Die Lösung ist einfach, wenn man sie erst einmal kennt, siehe unten...


Defekt Nummer 1 und damit an der Spitze: Benzinmotor geht mit einer Fehlzündung aus und springt nicht mehr an. Drei Tage Schrauberei folgen. Sprit kommt, am Vergaser ist nichts auffälliges zu sehen, Kerzen werden nass, Zündfunke ist da, Kompression ist vorhanden. Luftfilter frei. Alles wie es sein soll, aber er springt ums Verrecken nicht an. Warum? Hier habe ich aufgegeben und eine Werkstatt beauftragt. In Erwartung auf lange Suche und damit verbundene teure Rechnung. War aber nicht so. Grad mal €80.- am nächsten Tag. Ich war platt. WAS hatte ich übersehen? Die Lösung steht unten. (Hinweis: es hatte nix mit Steuerkette bzw. Steuerzeiten zu tun)


Kleine, freiwillige Werbepause, während der ihr über die Lösungen nachdenken könnt. (nach unten scrollen

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Lösung Nummer 3: Ein Volvo Händler tippte auf eine defekte Einspritzpumpe. Die alte Pumpe sei zu teuer zum Reparieren, er hätte aber einen anderen Diesel vor Ort, den er mir gleich einbauen könnte. DAS erschien mir jedoch zu einfach! Und vor allem vom Schreibtisch aus diagnostizert. Ein anderer Händler hatte den entscheidenen Tipp. Die Membran der mechanischen Kraftstoffpumpe hatte einen kleinen Riss. Sie wird über Nocke und Hebel aus dem Motorraum bewegt. Dieselöl gelangt dabei durch den Riss der Membran und Hebeldurchführung in den Motorraum. Neue Pumpe eingebaut. Fehler behoben. Nur riechen konnte man es interessanterweise nicht...Und der Ölverlust? Ein defekter Öldruckschalter hatte Leckage. Macht die Diagnose nicht leichter...Öl in der Bilge, während gleichzeitig der Ölstand steigt! Hier das Video aus meinem Blog dazu...


Lösung Nummer 2: Der Regler der Lichtmaschine ist defekt. Bei mehr Drehzahl steigt die Spannung und wird nicht mehr nach unten geregelt. So gehen 16V in die Zündbox. Die kommt damit nicht klar und gibt falsche Signale. Wenn man die Bremse tritt, sinkt die Spannung durch das Bremslicht und die Zündbox arbeitet wieder normal :-)

Lösung Nummer 1: Der Meister kannte den Defekt, daher war er vorbelastet. Glück gehabt. Der runde Keil der das Polrad auf dem Konus hält war abgeschert. Das Polrad ein paar Grad verrutscht. Der Magnetkontakt für den Zündimpulsgeber löste damit etwas früher (oder später) aus. Der Zündfunke kommt, aber zum falschen Zeitpunkt. Motor bleibt aus. Da komm mal einer drauf....

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