Mittwoch, 21. Mai 2014

Von Rügen nach Bornholm - Jetzt aber in echt!!

Die Überfahrt von Sassnitz auf Rügen nach Bornhol lag mir ja etwas quer im Magen. Erst passte der Wind ein paar Tage lang nicht und dann sind es eben 50 Meilen (knapp 100km) über das offene Meer. Wobei das eher ein subjektiver Faktor ist; die Nähe zur Küste nützt mir auch nichts, wenn kein Hafen in der Nähe ist. Im Gegenteil: der größte Feind des Schiffes ist das Land! Mein Magen sah das aber etwas anders, und so habe ich eben alles auf kleinste geplant bis hin zum Speiseplan mit Vorkochen, falls ich keine Zeit habe das Ruder zu verlassen. Abends vor der Abreise kam dann noch dichter Nebel auf....whatever, der Wecker ging um 0445h, die Sicht war gut also Diesel an und los. Natürlich kam der Wind von vorn, wenn auch schwach, ich schob das erstmal auf den Kapeffekt (für die Experten). Und in der Tat kaum war ich von der Steilküste weg kam mehr Wind und es war gerade eben so ein Anlieger (direkter Kurs) nach Bornholm drin. Hier verschwindet Rügen dann am Horizont, nach ca. 10 Meilen und es bleibt nur die See rundum.


Ich musste die ganze Zeit hart am Wind fahren, und mir wurde auch mal wieder leicht übel. Die Freude über das gute Vorwärtskommen überwiegte aber. Der Hafen Rönne war nicht zu bekommen, also nahm ich einen etwas nördicheren Hafen: Hasle. Noch einmal 5 Meilen mehr. Nach 10 Stunden hatte ich dann  Signale für Land voraus. Diese Taube reiste als blinder Passagier mit. sie wurde wohl, wie ich, vom Regen überrascht.

 

Am Horizont sieht man dann auch Bornholm...geschafft!!


Der Hafen von Hasle war  nun mein erster ausländischer Hafen auf dieser Tour...nice!! Nach 13 Stunden auf dem Wasser dann erstmal Burger, Pommes, Bier!! Hier ist alles noch kleiner als auf Rügen...das macht echt Spaß.


Und so sieht es aus im Dorf. Typisch dänisch, idyllisch und absolut entspannt. Das steckt an und ich habe mich bis zum nächsten Tag 1400h nicht mehr davon bewegt. Die nervigen deutschen Charterer waren aber schon um 0700h wach und sind mit lautem Getöse erstmal beim auslaufen überall gegengefahren. Spacken alles!!


Leider kostet hier eine Übernachtung mein Tagesbudget von €25.- Also war Ankern angesagt, kost ja nix...Habe dann auch eine tolle Bucht gefunden bei Hammerhavn und habe hier mit Grill und Heinecken einen tollen, relaxten Abend mit Sonnenuntergang und Schlauchbootfahren gehabt.

Ich werde noch zwei Tage auf Bornholm bleiben, dann geht es über Christiansö und Utklippan nach Schweden. Der Wind passt, die Sonne scheint, was will man mehr!!

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