Donnerstag, 8. Januar 2015

Zum Geburtstag wünsche ich mir...eine friedliche und besonnene Menschheit!


"Die vielen Jahre erfolgreichen Navigierens durch so manch stürmische See lassen einem zu einem erfahrenen Kapitän werden, den kaum ein Sturm mehr schrecken kann. Der mit Begeisterung und Optimismus die Wellen nimmt, um dann wieder ruhig und gelassen an die Küste zurückzukehren." So schreibt mir heute meine Bank zum Geburtstag. Entweder hat dort jemand eine poetische Ader, oder aber, wie ich vermute, es gibt dort einen Glückwunschschreibenbaukasten. Auf jeden Fall schön und treffend formuliert. Auf dem Rückflug aus den USA gab es ein Special über die von mir 2014 besuchten Aland-Inseln, welches jede Menge Erinnerungen an diesen für mich so einmaligen und friedlichen Segelsommer zurückbrachte. Daher, vor dem im Norden am Wochenende aufziehenden Sturm, noch einmal diese Bilder zum Träumen.


Angesichts der gestrigen Ereignisse in Frankreich wünsche ich mir, das sich die Menschheit ebenfalls nicht von einzelnen Stürmen schrecken lässt und die Ruhe und Besonnenheit bewahrt um zu friedlichen Ufern zurückzukehren. Es ist doch immer wieder besorgniserregend, wie es nur ein winziger Bruchteil der Menschheit schafft Unfrieden und Hass zu säen und  damit auch immer wieder durchkommt. Denn genau darum geht es ja immer und immer wieder.
 Einzeln zu schwach wird mit den immer gleichen Mitteln der Propaganda, ob nun politischer oder religiöser Art, probiert, die ja eigentlich friedliebende Menschheit in verschiedene Lager  zu spalten. Die sich dann möglichst auch noch kriegerisch bekämpfen. Ohne diese Spaltung und die mitmarschierenden Massen wären die großen Kriege und Konflikte nicht möglich. Wir müssen daher endlich lernen uns nicht von den wenigen machtsüchtigen Hasspredigern dieser Welt herumschubsen und beeinflussen zu lassen. Krisen kommen und gehen, wie Stürme, um danach wieder ruhiges Wasser zu hinterlassen.


Und nur wenn wir uns alle vor Angst kleinmachen, mitmarschieren und aufeinander einprügeln entsteht großer Schaden. Denn die aktuellen Terroraktionen sollen doch genau diese Schaden anrichten. Sie sollen uns verängstigen, aufspalten und gegeneinander kämpfen lassen. Jede dieser Aktionen hat den Zweck noch mehr Hass zu schüren, noch mehr Aufmerksamkeit und Presse zu generieren. Jede Reaktion, jede Berichterstattung führt dabei zu weiterer Eskalation. Bis sich gewaltbereite Gruppen bilden, die glauben sie müssten gegen andere Gruppen kämpfen. 
Ich denke, unsere Verantwortung liegt darin, dieses zu erkennen und da einfach nicht mehr mitzumachen. Uns nicht von wenigen Verblendeten zu den Werkzeugen ihres Hasses machen zu lassen. Lasst doch die Minderheiten einfach Minderheiten bleiben und ihren Hass unter sich ausmachen. Und je weniger Menschen dabei mitmachen, um so eher ist es vorbei. Lasst den Wind keinen Sturm werden, indem ihr mitmarschiert. 
Auf ein friedlicheres 2015 und in Gedenken an die friedliebenden Opfer, die es nicht verdient haben als Instrument des Hasses und Auslöser von Kriegen in unserer Erinnerung zu bleiben.



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