:-)
Mittwoch, 12. November 2014
Dienstag, 11. November 2014
Home, sweet Home...Hamburg
Verrückte Welt. Eben noch Sommer in der Türkei, sehe ich eben wie der erste Weihnachtsmarkt aufgebaut wird. Was war das für ein Sommer!!
Und nun bin ich zurück in Hamburg. Der schönsten Stadt der Welt. Jeder Quadratmeter Erinnerung. Einfach nur mit dem Auto durch die Strassen zu fahren macht mich schon glücklich. Ob Stau oder nicht ist mir zum Glückvollkommen egal, meine Uhr tickt noch anders. Dazu eben noch ein paar Stunden mit einem guten Freund verbracht und reich beschenkt mit Mütze und guten Gesprächen zurück nach Hause gefahren. Fenster auf, Radio an. Mein Auto hatte ich verliehen, damit es nicht nur dumm herumsteht. Auch viele andere Dinge des täglichen Lebens muss ich nun erst einmal wieder reaktivieren. Schön endlich wieder Menschen um mich zu haben!!
Hier sind wir am 23.11.
Sonntag beginnen die Proben. Yes...
Freitag, 7. November 2014
Warum die ganze Arbeit?
Beim Durchstöbern des während der Reise entstandenen umfangreichen Foto-, Video- und Tonmaterials ist mir aufgefallen, das die Entscheidung die Reise wirklich zu machen, eigentlich die schwierigste Aufgabe der gesamten sechs Monate war. Also irgendwann zu sagen: So, am Soundsovielten mache ich jetzt aus meinen Träumen endlich ernst und fahre los.
Ab dieser Entscheidung richtet sich der Fokus von ganz alleine auf die vor einem liegende Aufgabe. So gab es auch bei mir zahlreiche Hürden zu überwinden bis ich endlich das Boot im Wasser hatte, und dann die Leinen losgemacht habe um erst 160 Tage und 101 Häfen später zurückzukommen.
Am 23.11.2014 im Music Club LIVE in Hamburg verbinde ich nun alle entstandenen Aufnahmen und Kompositionen zu einer Show samt Live-Band. Die Vorbereitungen dafür machen jetzt schon eine Menge Spaß, obwohl natürlich ein Riesenberg an Arbeit dahintersteckt. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn einem die Freunde dabei so unter die Arme greifen.
Ich möchte damit jedem, der schon länger ähnliche Träume hegt, den nötigen Push geben, diese auch wirklich einmal umzusetzen. Sollte dann einmal jemand sagen, das meine Show den Schalter dazu umgelegt hat, wäre mir das alle Arbeit wert. Dabei spielt es keine Rolle, ob zu Wasser, über Land oder durch die Luft gereist werden soll.
Und das alles mit der Kraft des Windes und knapp 80 Litern Diesel...
Reisen muss also nicht immer der Umwelt schaden.
Ich habe für diese Reise das Segelboot gewählt, da es sich für meine Pläne perfekt geeignet hat, möchte aber generell motivieren einmal über eine längere Reise nachzudenken. Daher berichte ich auch nicht detailliert über die einzelnen Häfen und Reiserouten, sondern über die Emotionen und Gedanken, die so eine lange Reise hervorbringt. Ich war ja den Großteil der Zeit alleine und teilweise selber überrascht, was mir so alles durch den Kopf ging.
Zu jedem Thema habe ich einen passenden Song gefunden und am Ende führen alle Kapitel dann doch irgendwie chronologisch durch die lange Reise. Eine runde Sache also.
Im Nachhinein kann ich sagen, das mich die Erlebnisse verändert und gereift haben und ich mein bisheriges Leben und meine Zukunft nun mit anderen Augen sehe. Schon dafür war es eine absolut lohnens- und nachahmenswerte Erfahrung.
Übrigens: Ein paar wenige Plätze gibt es noch! Diese bitte rechtzeitig reservieren unter: c.aktoprak(Klammeraffe)yahoo.de
Mittwoch, 5. November 2014
Zeitlosigkeit vs. Nur ein paar Tage Urlaub...
Nur ein paar Tage Urlaub hatte mein Kumpel Henning in diesem Jahr machen können und diese bei mir an Bord verbracht. Gestern bin ich über dieses Bild gestolpert, wie er da in Gedanken versunken minutenlang auf dem Vorschiff stand und die Atmosphäre wie ein Schwamm aufsaugt. Ich konnte es so gut nachvollziehen und war gleichzeitig so glücklich über die gefühlt endlose Zeit die ich hatte. Auf einzelne Tage kam es längst nicht mehr an. Heute, morgen, übermorgen...ach egal. Das Wetter gab den Takt vor. Diese Zeitlosigkeit war eine Erfahrung, die ich so vorher noch nie gemacht hatte. Auch bei einem 3 Wochen Urlaub läuft ja immer irgendwie die innere Uhr mit. Diese Erfahrung war definitv ein Highlight der gesamten Reise und macht leider süchtig...
Tipp zum Ankern mit Sorgleine
Hier mal ein Vorschlag zum Ankern über steinigem Grund, wie ich ihn in Bornholm häufiger hatte. Wenn man hier keine sandige Stelle zum Ankerwerfen finden kann, hofft man im Prinzip ja darauf das sich der Anker irgendwo zwischen den Steinen sicher verhakt. Wenn er dann mit Maschine rückwärts getestet hält, funktioniert das auch sehr sicher.
Nachteil: Es könnte beim Lösen des (Bügel-) Ankers Probleme geben, sollte er sich so unter die Felsen geschoben haben, das nur Zug an der Kette ihn nicht frei bekommt. In solchen Situationen (oder auch bei grossen, unabtauchbaren Ankertiefen mit unsicherem Grund) empfiehlt es sich immer eine Sorgleine am Bügel zu befestigen, damit man eine weitere Option und Zugrichtung zum Freibekommen des Ankers hat.
Hierzu sehe ich dann häufig Bilder mit Umlenkblock und Ankerboje. Das wäre mir in der geschilderten Situation viel zu aufwendig. Es ist auch nicht notwendig parallel zur Ankerkette eine ebenso lange Leine auszubringen. Meine Lösung dazu sieht wie folgt aus (Ankergeschirr: Bügelanker mit 10 Meter Kettenvorlauf und 50 Meter Ankerleine): Mit einem Palstek befestige ich eine gut 10 Meter lange Leine (größer wird die Ankertiefe wohl nicht sein) an dem Bügel des Ankers. Das andere Ende der Leine befestige ich am Schäkel des Überganges Kettenvorlauf zur Ankerleine. Das bedeutet also das die Sorgleine stets vollständig unter Wasser parallel zur Kette liegt, bis ich den Anker einhole.
Sollte er sich nun nicht lösen bekomme ich ja dann das Ende der Sorgleine zu fassen und kann hier ggfs. sogar noch eine Verlängerungsleine anstecken. Da ich sowieso immer eine Manöverleine in dieser Länge auf dem Vorschiff liegen habe, ist es eine Sache von Sekunden diese parallel zur Kette zu stecken. In Verbindung mit einer Ankerwinde muss man natürlich sehr genau darauf achten die Sorgleine nicht in Ankerrolle oder Winde zu bekommen. Mir hat diese Anordnung jedenfalls gute Dienste geleistet und da ich das so noch nie gehört habe, gebe ich diese Anregung gerne weiter.
Sonntag, 2. November 2014
Glück ist... eine sonnige Küstenstrasse im November
..und ein kleiner Motorroller. Es gibt kaum etwas Schöneres als bei sinkender Sonne durch die Kurven dieses steil zum Wasser hin abfallenden Gebirges längszuknattern und auf das glitzernde Wasser zu schauen. Da kann ich doch sogar mal kurz das Segeln vergessen. Die Türkei ist ein so schönes Land. Ich war ja etwas in Sorge ob der politischen Entwicklungen, aber wie so häufig, merkt man im Land selbst (vorerst) keine Unterschiede. Leider wird nie ein All-Inklusive Pauschaltourist die schöne Türkei erleben, denn in und um Antalya gibt es sie schlichtweg nicht. Abgesehen von Familien mit Kindern, für die diese Angebote aus anderen Gründen durchaus attraktiv sein können, kann ich daher auch nicht nachvollziehen, warum so viele Reisende dort Urlaub machen und ehrlich gesagt, am Flughafen meistens auch nicht wirklich erholt aussehen. Kein Wunder, ist doch meist Schlangestehen ebenfalls All Inclusive...
Die schönsten Wochen im Jahr. Der Preis alleine kann doch auch kein Argument sein, denn so viel teurer kommt eine Kombi aus Flug und Unterkunft an schöneren Orten nun auch nicht. Ultra All Inclusive? Ich feier ja auch nicht Hochzeit bei McDonalds, nur falls es dort eine Cheeseburger Flatrate gäbe. Und an Essen fehlt es uns Deutschen nun wirklich nicht. Da sollte es bei der Auswahl des Reiseziels doch eher nicht den Ausschlag geben, ob ich abends noch eine Cola aus der Minibar inklusiv habe...
Vorschlag: Bitte einmal diese Küstenstrasse hier mit Mietauto oder Roller längsfahren (das kann man sich ruhig mal trauen, wenn man was Tolles erleben will), dann ein Halt in einem nichttouristischen Restaurant am Wasser oder in den Bergen und dann sage mir noch einer, er ziehe sein "Traumhotel" vor. Aber Menschen und Geschmäcker sind zum Glück verschieden und das ist eben meine sehr persönliche Meinung. Wer genau danach sucht, der kann sich doch glücklich schätzen. Ich wollte ja nur mal gesagt haben, das Urlaub ohne Reiseleitung durchaus auch seine Reize hat :-)
Aber angesichts der vielen unglücklichen Gesichter am Flughafen, vermute ich auch manchmal eine gewisse Hilflosigkeit und da ich hier nicht nur unproduktiv meckern will, hier einmal ein paar ernsthafte Vorschläge:
- Bei der Wahl des Hotels nicht nach der Größe und Angebotsvielfalt gehen. 8 Pools und 7 Restaurants machen mich eher misstrauisch, da es dann auch sehr voll sein wird.Von jedem eines reicht aus und je kleiner das Hotel, umso wohler fühle ich mich und das Schlangestehen fällt weg.
- Ich bin die Strecke von Antalya bis Alanya einmal auf dem Roller gefahren und habe (ausser Antalya Altstadt) dort nicht viel Schönes entdecken können. Erst Alanya wird wieder schön. Ich war dort auch schon einige Male mit einem Frühstück inkl. Angebot/Flug/Transfer. Mit dem Hotel sehr stadtnah gelegen z.B.: Kleopatra Beach. Denn dann kann man zu Fuss, oder eben mit dem Roller die Umgebung selbst erkunden. Tolle Restaurants mit Meerblick auf dem Weg zur Festung, selber Ausflüge machen zum Fluss Dim mit schwimmenden Inseln und Grillfisch!! Mal etwas weg von Pauschal zu Individual...Ansprechpartner hat man ja trotzdem immer vor Ort.
- Dann die Gegenden um Özdere, Cesme, Ören, Ayvalik (also Flughafen Izmir) ist auch alles toll. Hier in Özdere gibt es fast direkt im Ort und am Strand ein Hotel (Paloma Pasha) von dem ich nur Gutes gehört habe. Hauptsache man kommt mal raus aus dem Touristenbetrieb und schaut sich mal selber um. Und ausser der Sprachbarriere muss man sich keinerlei Sorgen machen, die Türken sind immer gastfreundlich und hilfsbereit. Auch hier die Ausnahme Touristengebiete um Antalya, hier geht es doch leider meist darum schnell und manchmal trickreich Geld zu verdienen!!
- Bodrum hat mir auch ganz gut gefallen und Fetihye oder Marmaris waren auch sehr schön. Hier war ich aber zu kurz um wirklich Tipps zu geben.
Kurzum: Ich würde das Hotel immer nur als zentral gelegene Basis für eigene Touren wählen und jedem, der mal etwas aus der Pauschalecke rauskommen will, empfehlen sich einfach mal langsam abzunabeln und selber auf Entdeckungsreise zu gehen. Einmal damit begonnen, wird man nie wieder aufhören mögen und wird Sachen entdecken, die einem sonst immer verborgen bleiben würden. Zum Beispiel einmal eine Küstenstrasse im November in der Sonne auf dem Roller längszuknattern...
Das, und noch einen Tee, bekomme ich hier, wenn ich eine Suppe bestelle. Kosten: €2,50.-
Ist der Preis da noch ein Argument?
Ein Roller ist natürlich das ideale Verkehrsmittel um günstig und ohne Platzprobleme die Gegend zu erkunden. Ich würde aber eher davon abraten im Urlaub mit dem Rollerfahren zu beginnen. Das sollte schon zuhause in vertrauter Umgebung geschehen bis man genug Erfahrung und Sicherheit hat. Dann aber ist es ein einziger Traum...
Über Sinn und Unsinn von Zubehör
Die Herbstzeit biete sich ja perfekt an um Listen zu machen. Winterarbeiten. Zubehör für das nächste Jahr. Reiseziele. Ich habe einmal eine Liste über den Sinn und Unsinn von eingepacktem Zubehör gemacht. Wer Ähnliches plant findet hier also ein paar Anregungen, denn der Platz an Bord ist ja immer recht begrenzt.
Zunächst einmal fange ich mit der Sache an, die ich am meisten vermisst habe. Ein Leichtwindsegel mit dem ich bei raumen Winden noch vernünftig Speed machen kann. Mit einem kleinen Boot ist der segelbare Bereich an Windstärken ja sowieso schon etwas eingeschränkt. Bei Zuwenig fehlt die Segelfläche und man krebst mit 1,8 Knoten dahin, für Zuviel ist das Boot dann zu klein. Ein Gennaker, Spinnaker, Parasailor o.ä. hätte mir in vielen Situationen sehr nützlich sein können und verhindert, das ich trotz bestem Wetter und eigentlich segelbarem Wind doch die Maschine mitlaufen lassen musste, um einigermassen vorwärts zu kommen. Da werde ich in der nächsten Saison auf jeden Fall nachrüsten.
Nicht gebraucht habe ich die meisten Dinge aus der Abteilung Sicherheit, wie hier beschrieben:
http://luvgier.blogspot.com.tr/2014/10/mit-sicherheit-bord.html
Aber die sind nun mal leider nicht entbehrlich.
Was war nun überflüssig?
- Aussenborder - Paddeln war einfacher und reichte in allen Buchten vollkommen aus
- Backofenaufsatz für Spirituskocher - nicht mal ausgepackt
- Kochbücher und Einkaufslisten - kommt doch immer anders, als man denkt
- Solardusche - auch nie ausgepackt
- grosser Zusatzakku - nie gebraucht und schwer, da ich ja eh schon zwei habe auch eigentlich unnötig
- Berge von Reis, Nudeln und Kartoffelpü...ich war ja nicht Non-Stop unterwegs
- Bojenhaken mit kompliziertem Leineneinfädelungssytem - funktionierte schlicht nicht, und selbst wenn dann einhand zu langsam und kompliziert
- The Wincher Winschenaufsätze zum Selbstholen - funktionierten nicht wirklich, Unsinn
Und was war unentbehrlich?
- Top EINS der Liste: mein Pinnenpilot TP 10 von SIMRAD, mein treuer Sindbad, der die ganze Strecke ohne den geringsten Aussetzer seine Arbeit verrichtet hat. Da kann sich Raymarine mal mit seinem Plastikkram mal eine große Scheibe von abschneiden!!
- Simpler Bojenhaken aus Edelstahl
- Ankerrolle mit 50 Meter Gurtband
- Schlauchboot - teils zum Anlegen an den Schären und als Badeleiter
- fetter Heckanker mit Kettenvorlauf
- faltbarer Frischwasserkanister- in den Schären gab es manchmal Wasserengpässe
- diverse Einfülltrichter
- gute polarisierte Sonnenbrille
- Smartphone mit Hotspot Option für Laptop
- Segelhandschuhe mit Lederverstärkung
- warme, wasserdichte Segelhose
- Warme Neoprenjacke von Miltec
- Wollmützen gegen Kälte
- Bandanas gegen die Sonne
- Tablet mit Plottersoftware von Navionics
- 2 Stück 40 Meter lange Leinen
- lange Manöverleine am Bug
- grosser Kugelfender
- Aussenlautsprecher
- starker Akkustrahler, war zweimal unentbehrlich zum finden des Weges im Dunkeln
- MD40 Sprühöl
- SIKA zum Zuschmieren diverser Löcher
- 2K Gelcoat zum schnellen Flicken von Schrammen - funktionierte sogar Unterwasser!
- Petroleumlampe - für das schöne Licht am Abend- Mückennetze für alle Luken
- gutes Fernglas
- Kühlbox - um auch mal Sachen etwas länger frisch zu halten
- Pumpe mit Auffangbehälter in Kugelform für Ölwechsel
- Engländer (verstellbarer Schraubenschlüssel)
- Stirnlampe
- Matratzenunterlage
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