Sonntag, 2. November 2014

Über Sinn und Unsinn von Zubehör


Die Herbstzeit biete sich ja perfekt an um Listen zu machen. Winterarbeiten. Zubehör für das nächste Jahr. Reiseziele. Ich habe einmal eine Liste über den Sinn und Unsinn von eingepacktem Zubehör gemacht. Wer Ähnliches plant findet hier also ein paar Anregungen, denn der Platz an Bord ist ja immer recht begrenzt.

Zunächst einmal fange ich mit der Sache an, die ich am meisten vermisst habe. Ein Leichtwindsegel mit dem ich bei raumen Winden noch vernünftig Speed machen kann. Mit einem kleinen Boot ist der segelbare Bereich an Windstärken ja sowieso schon etwas eingeschränkt. Bei Zuwenig fehlt die Segelfläche und man krebst mit 1,8 Knoten dahin, für Zuviel ist das Boot dann zu klein. Ein Gennaker, Spinnaker, Parasailor o.ä. hätte mir in vielen Situationen sehr nützlich sein können und verhindert, das ich trotz bestem Wetter und eigentlich segelbarem Wind doch die Maschine mitlaufen lassen musste, um einigermassen vorwärts zu kommen. Da werde ich in der nächsten Saison auf jeden Fall nachrüsten.

Nicht gebraucht habe ich die meisten Dinge aus der Abteilung Sicherheit, wie hier beschrieben:

http://luvgier.blogspot.com.tr/2014/10/mit-sicherheit-bord.html
 
Aber die sind nun mal leider nicht entbehrlich.

Was war nun überflüssig?

- Aussenborder - Paddeln war einfacher und reichte in allen Buchten vollkommen aus
- Backofenaufsatz für Spirituskocher - nicht mal ausgepackt
- Kochbücher und Einkaufslisten - kommt doch immer anders, als man denkt
- Solardusche - auch nie ausgepackt
- grosser Zusatzakku - nie gebraucht und schwer, da ich ja eh schon zwei habe auch eigentlich unnötig
- Berge von Reis, Nudeln und Kartoffelpü...ich war ja nicht Non-Stop unterwegs
- Bojenhaken mit kompliziertem Leineneinfädelungssytem - funktionierte schlicht nicht, und selbst wenn dann einhand zu langsam und kompliziert
- The Wincher Winschenaufsätze zum Selbstholen - funktionierten nicht wirklich, Unsinn


Und was war unentbehrlich?

- Top EINS der Liste: mein Pinnenpilot TP 10 von SIMRAD, mein treuer Sindbad, der die ganze Strecke ohne den geringsten Aussetzer seine Arbeit verrichtet hat. Da kann sich Raymarine mal mit seinem Plastikkram mal eine große Scheibe von abschneiden!! 

 
- Simpler Bojenhaken aus Edelstahl
- Ankerrolle mit 50 Meter Gurtband


- Schlauchboot - teils zum Anlegen an den Schären und als Badeleiter


- fetter Heckanker mit Kettenvorlauf


- faltbarer Frischwasserkanister- in den Schären gab es manchmal Wasserengpässe
- diverse Einfülltrichter
- gute polarisierte Sonnenbrille
- Smartphone mit Hotspot Option für Laptop
- Segelhandschuhe mit Lederverstärkung
- warme, wasserdichte Segelhose
- Warme Neoprenjacke von Miltec
- Wollmützen gegen Kälte
- Bandanas gegen die Sonne
- Tablet mit Plottersoftware von Navionics
- 2 Stück 40 Meter lange Leinen
- lange Manöverleine am Bug


- grosser Kugelfender


- Aussenlautsprecher
- starker Akkustrahler, war zweimal unentbehrlich zum finden des Weges im Dunkeln


- MD40 Sprühöl
- SIKA zum Zuschmieren diverser Löcher
- 2K Gelcoat zum schnellen Flicken von Schrammen - funktionierte sogar Unterwasser!
- Petroleumlampe - für das schöne Licht am Abend- Mückennetze für alle Luken


- gutes Fernglas
- Kühlbox - um auch mal Sachen etwas länger frisch zu halten
- Pumpe mit Auffangbehälter in Kugelform für Ölwechsel


- Engländer (verstellbarer Schraubenschlüssel)
- Stirnlampe
- Matratzenunterlage



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