Dienstag, 9. September 2014

Familien sind etwas kontaktscheu


Ich habe unterwegs sehr viele Menschen kennengelernt, teils nur in kurzen Gesprächen, teils auch an längeren gemeinsamen Abenden. Es waren darunter die verschiedensten Nationalitäten und Generationen. Nur interessanterweise keine Familien. Wobei ich sogar mit den Kindern eher in Kontakt gekommen bin, als mit den Eltern. Die Familien sind häufig mit sich selbst beschäftigt und uninteressiert, ob sie nun spielen, baden, essen oder sich die Gegend ansehen. Ich kann und will das gar nicht bewerten, stelle das einfach nur eben so fest. Vielleicht sind sich die Familien ja auch selbst genug und somit glücklich und zufrieden? Ich empfinde aber gerade den Austausch mit anderen als einen wichtigen Part der Reise, und würde darauf ungern verzichten wollen. Interessanterweise betrifft das die Familien mit einem oder zwei Kindern am meisten. Diejenigen, die 4 oder 5 Kinder haben, sind schon wieder deutlich offener, entspannter und zugänglicher. Und hier nehmen die Kinder auch häufig selbst Kontakt auf; einer hat immer die große Klappe, und will wissen woher und wohin oder einfach mal das Boot sehen. Und die Geschwister ziehen dann mit und den Eltern gefällt das. Die Einzelkinder sind da viel verstörter und zurückhaltender, und wenn mal ein Kind stehenbleibt und fragt oder auch nur länger guckt, dann holen die Eltern es aber ganz schnell weg von dem komischen Alleinsegler :-) Es gibt natürlich auch viele Boote mit 2 Paaren plus den jeweiligen Kindern, aber auch die bleiben immer schön für sich. Kaum ist die Saison jedoch zuende und die Familien verschwunden geht das von Boot zu Boot- Gelaufe und gucken wer noch so unterwegs ist wieder los. Schon irgendwie merkwürdig...und schade. So ein paar aufgedrehte Zwerge finde ich immer sehr lustig. 
Oder, sehr wahrscheinlich sogar, machen die Kinder die Bekanntschaften (mit anderen Kindern) klar und die Eltern müssen mitziehen, ob sie nun die anderen Eltern mögen oder nicht. 

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