Sonntag, 24. August 2014

Die Ruhe nach dem Sturm


Heute hatte ich meinen persönlichen All-Time Windspeed Rekord. Zweites Reff, nur noch ein Rest Fock und immer noch zuviel Segel. Ich habe ja bewusst keinen Windmesser, damit ich das Elend auch nicht noch ablesen muss. Wenn ich drin bin, muss ich da ja eh durch. Vor meiner Abreise hätte ich mir bei so einem Ritt wohl in die Hose gemacht, aber mit den Meilen steigt das Vertrauen in mich und vor allem in mein Boot. Ich weiss inzwischen einfach was es abkann, und was zuviel ist und kann dabeidann  ganz ruhig mit der Pinne in der Hand im Cockpit sitzen. Aber diese Böen!! Das war schon heftig, sogar die Jungs von den Seenotrettern wollten meinen Daumen nach oben gehen sehen. Mehr sollte es auf der Reise auch gerne nicht werden. Ich habe zwar noch ein drittes Reff  (aber das ist nicht wirklich vorbereitet, da ich nur zwei Reffleinen habe) und eine Sturmfock...wie ich die bei dem Wind dann allerdings vorne anschlagen sollte, bleibt mir ein Rätsel! Die Angst verleiht einem dann wohl die Kräfte.... 


Dieses Bild stammt von einer vorherigen Begegnung...ich hatte keine Hand frei für Fotos.


Kommentare:

  1. Immer ein Ablaufziel in der Hinterhand haben ist nicht verkehrt. Ich habe es auch so richtig durch die Praxis gelernt und verinnerlicht ;-)

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  2. Das mit dem Ablaufziel handhabe ich auch so...gegenan ist es zunächst natürlich einmal gerne der Ausgangshafen. Gestern hatte ich zwei Ankerbuchten im Visier, die mir bei der Windstärke aber zu unsicher wurden. Blieb noch Nyköping als letzte Alternative, das liegt aber extrem abseits. Auf offener See wäre ich wohl auch abgelaufen, aber als es schlimm wurde, war das Ziel schon in Sicht und nach bereits 28 Meilen fällt umdrehen dann schwer. Hat ja auch geklappt :-)

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